Die Psychosomatik hat in Deutschland eine erfolgreiche Tradition. Das Fach beschäftigt sich mit den vielfachen Wechselwirkungen zwischen biologischen (körperlichen), psychologischen (Gefühle, Einstellungen und Verhaltensweisen) und sozialen Elementen (menschliche Beziehungen, Arbeit). Grundlage ist eine ganzheitliche oder „bio-psycho-soziale“ Krankheitsauffassung.
In den 20 stationären und 12 teilstationären Plätzen werden Patientinnen und Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen in einem multimodalen, integrativen Psychotherapie-Ansatz behandelt. In der Poliklinik werden für Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Klinikum Konsile durchgeführt. Im Rahmen der Psychiatrischen Institutsambulanz, die 2002 eingerichtet wurde, werden auch von der Psychosomatischen und Psychotherapeutischen Abteilung Patientinnen und Patienten betreut, die einer fachspezifischen Behandlung bedürfen und aus mehreren indikationsbedingten Gründen (z.B. Schwere des Krankheitsbildes, Compliance-Probleme, schwere Persönlichkeitsstörung) die kontinuierliche Behandlung am Klinikum benötigen.
Eine Besonderheit der Psychosomatik liegt in der Liaisontätigkeit, also der engen Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in das Team einer anderen Klinik des Universitätsklinikums. Die Kolleginnen des psychoonkologischen Dienstes stehen vor allem der Strahlenklinik, der Medizinischen Klinik 5 und der Frauenklinik zur Verfügung. Auch an der Interdisziplinären Schmerztagesklinik ist die Psychosomatik mit einer ärztlichen Mitarbeiterin beteiligt.
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