Psychosomatische Station

Psychosomatik

Leiterin:
Prof. Dr. (TR) Yesim Erim

Die Psychosomatische Station

Unsere psychosomatische Station P22 befindet sich im Anbau der Kopfkliniken im zweiten Stock.

In unserer stationären Behandlung haben Sie die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen unter zeitweiser Entlastung von alltäglichen Aufgaben intensiv an Ihren Therapiezielen zu arbeiten. Neben der Einzeltherapie bei einem festen Bezugstherapeuten erfolgt ein Großteil der Behandlung im Gruppensetting. Durch die kleine Gruppengröße ist eine intensivere psychotherapeutische Arbeit möglich. Die verschiedenen Gruppenangebote ergänzen sich gegenseitig und sollen ermöglichen, unterschiedliche Zugangswege zur Lösung Ihrer Probleme zu erproben.

Wir kombinieren tiefenpsychologische und verhaltenstherapeutische Ansätze zu einem Integrativen Behandlungskonzept. Zur Erprobung der neuen Verhaltensmuster gehören regelmäßige Belastungserprobungen, z.B. jedes zweite Wochenende zu Hause, fest zu unserem Konzept.

Unsere Station bietet 22 Behandlungsplätze für Menschen mit verschiedenen psychischen und psychosomatischen Problemen bzw. Erkrankungen.

Welche Krankheitsbilder behandeln wir?

In unserer Psychosomatischen Station behandeln wir verschiedene Krankheitsbilder, bei denen psychische Faktoren als Ursache oder Folge beteiligt sind.

Schwerpunkte unsererseits sind hier:

  • Essstörungen (Anorexia und Bulimia nervosa, Binge Eating Störung)
  • Somatoforme Störungen (z.B. funktionelle Störungen, chronische Schmerzerkrankungen)
  • Posttraumatische Belastungsstörungen, Traumafolgestörungen,
  • Ängste
  • Zwänge
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Störungen der Impulskontrolle, z.B. Spielsucht, Computer- und Internetsucht, Pathologisches Kaufen
  • Anpassungsstörungen bei akuten Lebenskrisen (z.B. Verlusterlebnisse, Gewalterfahrungen, schwere körperliche Erkrankungen)

Der Weg zur Aufnahme auf unsere Station

In einem Vorgespräch  in unserer psychosomatischen Ambulanz (Link zur Ambulanzseite) wird die Indikation für eine stationäre Behandlung gestellt und Sie werden über die Abläufe der Behandlung und das Behandlungskonzept informiert und erhalten Informationsunterlagen. Sie werden auf eine Warteliste aufgenommen.

Die Aufnahme erfolgt möglichst zeitnah, nach Möglichkeit innerhalb weniger Wochen. Sie werden von unserem Stationsteam persönlich über den konkreten Aufnahmetermin informiert und erhalten Informationen, welche Unterlagen und alltäglichen persönlichen Dinge Sie zur Aufnahme mitbringen sollten. Auf jeden Fall sollten Sie sämtliche Berichte von vorhergehenden Behandlungen mitbringen.
Sollten Sie  darüber hinaus noch Fragen entstehen, können Sie im Stationszimmer unter der Telefonnummer 09131/8534897 anrufen.
Am Aufnahmetag melden Sie sich bitte um 9:00 Uhr im der Verwaltung  des Kopfklinikums (Schwabachanlage 6) an.
Bitte bringen Sie hierzu Ihre Versichertenkarte sowie einen Einweisungsschein von ihrem Haus- oder Facharzt mit.


Privatversicherte bitten wir vorab, eine Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse zu beantragen. Bei Bedarf sind wir Ihnen hierbei gerne behilflich.

Wen können wir nicht behandeln bzw. welche Ausschlusskriterien gibt es?

  • Akute Suizidalität
  • Substanzabhängigkeit
  • Akute Psychosen und Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Schwere affektive Störungen
  • Patienten mit einem BMI < 13 kg/m². (In diesem Fall ist eine Vorbehandlung in der Psychiatrischen Klinik im Hause nötig.)

Unser Behandlungsteam

Das integrativ arbeitende Behandlungsteam unserer Psychosomatischen Station besteht aus folgenden Berufsgruppen:

  • Ärztinnen / Ärzte
  • PsychologInnen
  • Körpertherapeutin
  • Kunst- und Ausdruckstherapeutin
  • Fachpflegekräfte
  • Sozialpädagogin

Unser Behandlungskonzept

Wir behandeln in unserer Psychosomatischen Station nach einem integrativen tiefenpsychologisch/ verhaltenstherapeutischen Einzel- und Gruppentherapiekonzept.

Das Konzept beinhaltet schwerpunktmäßig folgende Behandlungselemente (eine kurze Beschreibung zu den Therapieelementen können Sie dem pdf-Flyer entnehmen):

Psychosomatische Station P22

  • Medizinische Aufnahmeuntersuchung und ggf. Veranlassung medizinisch notwendiger Diagnostik und Behandlung
  • Regelmäßige Chef- und Oberarztvisiten
  • Psychotherapeutische Einzelgespräche (2x pro Woche)
  • Medizinische und medikamentöse Versorgung
  • Angehörigengespräche
  • Psychoedukationsgruppen
  • Zieloffene Interaktionsgruppen
  • Je nach Indikation spezifische Gruppenangebote, z.B. Ressourcengruppe, Essstörungsgruppe, Gruppentraining sozialer Kompetenz
  • Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)
  • Kunsttherapie
  • Fertigkeitentraining (DBT nach M. Linehan)
  • Achtsamkeitstraining
  • Sozialpädagogische Beratung für die Bereiche Wohnen, Finanzen und Gesundheit

Wie geht es nach der Entlassung weiter?

Da ein Teil der bei uns behandelten Patienten nach der Entlassung weitere ambulante Psychotherapie benötigt, unterstützen wir die Patienten bei der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz.

Wir bieten zudem eine ambulante Nachsorgegruppe an, die wöchentlich Dienstagabend von 17-18:30 Uhr stattfindet.

 
 
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Zusammenfassung