Dissoziative Störungen

Psychosomatik

Leiterin:
Prof. Dr. (TR) Yesim Erim

Dissoziative Störungen (pseudoneurologische Syndrome)

Foto: Psychosomatik Uni-Klinikum Erlangen

Der Begriff "Dissoziation" kommt vom lateinischen Wort für "Trennen". Bei dissoziativen Störungen führen  aktuelle oder vergangene innerseelische Konflikte oder andere Stressbelastungen zu Ausfällen im Bereich der Sinneswahrnehmung, des Gedächtnisses oder auch der Motorik. Die Ursache hierfür ist, dass sich im Gehirn unter Stress Reizverarbeitungsvorgänge verändern.
Die Symptome können dabei sehr vielfältig sein. Es kann die Funktion von Armen, Beinen oder des ganzen Körpers betroffen sein, wie zum Beispiel in Form von Gangstörungen oder auch Krampfanfällen. Auch Störungen von Sehen, Hören, Riechen oder Sensibilitätsstörungen können vorliegen. Weiterhin kann es zu Gedächtnisstörungen und auch zu einer veränderten Wahrnehmung der Realität und der eigenen Person (Depersonalisations-/ Derealisationsstörung, "plötzlich-wie-neben-sich-zu-stehen") kommen.
Oft sind diese Symptome anderen Erkrankungen zum Beispiel aus dem Bereich der Neurologie sehr ähnlich, und es dauert lange, bis eine dissoziative Störung als solche erkannt wird. Betroffene leiden dann sehr darunter, dass sie Beschwerden haben, jedoch zunächst keine Ursache gefunden wird.

Unser Behandlungskonzept:
Unsere Behandlung beinhaltet zunächst eine umfassende Aufklärung über psychosomatische Zusammenhänge und die Entwicklung eines gemeinsamen Krankheitsverständnisses (was sind die individuellen Ursachen und Auslöser?). In der Therapie können bestimmte Fähigkeiten der Stressbewältigung erlernt und geübt werden. Zum einen können kurzfristig mit Hilfe des "Skillstraining" Stresszustände aktiv unterbrochen und verändert werden. Zum anderen ist es ein langfristiges Ziel, seelische Konflikte zu verstehen und zu lösen. Dazu gehört die Bearbeitung von Zusammenhängen in der Lebensgeschichte.

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