Posttraumatische Belastungsstörung

Psychosomatik

Leiterin:
Prof. Dr. (TR) Yesim Erim

Posttraumatische Belastungsstörung

Das Krankheitsbild

Das Überleben oder Miterleben von schwerwiegenden Ereignissen in der Lebensgeschichte (z.B. Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, schwere emotionale Vernachlässigung, Unfälle, schwere Erkrankungen, Naturkatastrophen) erhöht die Wahrscheinlichkeit, in der Folge unter verschiedenen psychischen Problemen und Erkrankungen zu leiden. Denn eine derartige Traumatisierung hat eine massive Stressreaktion zur Folge, die mit einer tiefen psychischen, körperlichen und sozialen Verunsicherung und auch Verletzungen einhergeht. 

Typische Symptome der sogenannten Posttraumatischen Belastungsstörung sind: (Diese können entweder zeitnah oder auch erst nach Jahren entstehen)
•      Flashbacks und Alpträume und sich aufdrängende Erinnerungen
•      Starke körperliche Stressreaktionen wie Herzrasen, Schwitzen, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen
•      Gedrückte oder gereizte Stimmung oder auch eine emotionale Abstumpfung
•      Vermeidung über das Trauma zu sprechen oder auch Vermeidung von Situationen, Menschen und Aktivitäten, die einen daran erinnern
•      Probleme, anderen Menschen und/oder sich selbst zu vertrauen

Zusätzlich sind häufige psychische Folge- bzw. Begleiterkrankungen depressive Störungen, Angststörungen, sogenannte somatoforme Störungen, Essstörungen oder auch Persönlichkeitsstörungen.

Unser Behandlungskonzept:
Auch wenn das Erlebte nicht mehr rückgängig zu machen ist – eine gezielte Traumatherapie mit speziellen psychotherapeutischen Methoden kann helfen, sich wieder zu stabilisieren und den Alltag zu bewältigen. 

Im Rahmen unseres Behandlungskonzeptes kommenden nach einer Phase der individuellen Diagnostik und Anamnese verschiedene, sich als hilfreich erwiesene Therapiebausteine zum Einsatz:
•      Stabilisierende und ressourcenaktivierende Therapieelemente zur Förderung
•      der eigenen Belastbarkeit und Emotionsregulation
•      der Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge
•      der Kontaktfähigkeit und sozialen Kompetenz
•      der Verbesserung der Beschwerden
•      Darüber hinaus werden entsprechend der individuellen Zielsetzung und Belastbarkeit Konfrontationsmethoden sowie je nach Hauptsymptomatik störungsspezifische Therapiemethoden zur Verminderung der jeweiligen Symptome angewendet.

Dabei werden in unserem multiprofessionellen Behandlungsteam folgende psychodynamische und verhaltenstherapeutische Therapieelemente integriert.
•      Umfangreiche psychologische Diagnostik
•      Regelmäßige Einzelgespräche mit einem ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten
•      Medizinische Betreuung
•      Angehörigengespräche
•      Psychoedukations- und Interaktionsgruppen
•      Kunst- und Körpertherapie
•      Training in „Skills“ und Sozialer Kompetenz
•      Achtsamkeitsbasierte – und Entspannungsverfahren
•      Sozialpädagogische Beratung

 
Weitere Informationen

Sekretariat der Psychosomatischen Ambulanz
Montag bis Donnerstag
7.45-16.15 Uhr
Freitag 8.00-14.00 Uhr
Telefon: 09131 85-34899
E-Mail: psychosomatikatuk-erlangen.de

 

 

 
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Zusammenfassung