Zwangsstörungen

Psychosomatik

Leiterin:
Prof. Dr. (TR) Yesim Erim

Zwangsstörungen

1-2% der Bevölkerung leidet unter Vorstellungen, die sich ungewollt aufdrängen, belastend und ängstigend sind. Dabei handelt es sich um Vorstellungen, z.B. sich und andere durch Berührung alltäglicher Gegenstände mit krankmachenden Keimen zu infizieren, jemandem ungewollt etwas anzutun oder durch eingeschaltete Elektrogeräte einen Hausbrand auszulösen. Um vorzubeugen oder das entstandene Unwohlsein zu reduzieren, fühlen sich die Betroffenen zu bestimmten Handlungen (z.B. Putzen, Waschen, Kontrollieren) oder gedanklichen Strategien gezwungen. Diese Zwangshandlungen schränken die Lebensqualität immer mehr ein und bestimmen oft das ganze Leben der Betroffenen, was zu erheblichem Leidensdruck führt. Besonders häufig sind Waschzwänge und Kontrollzwänge. Zudem gibt es eine Gruppe von Patienten, die unter rein gedanklichen Zwängen leidet. Viele Betroffene verschweigen die Erkrankung lange, da sie ihre Gedanken und Handlungen für übermäßig oder sinnlos halten, sie jedoch trotz großer Anstrengung schwer unterlassen können. Da sich Zwänge über komplexe Mechanismen selbst aufrechterhalten, ist professionelle Unterstützung notwendig, um das Leben schrittweise wieder selbst bestimmen zu können. 

Behandlung:
Zwangserkrankungen können in unserer Abteilung je nach Schwere der Symptomatik und der Lebenssituation der Betroffenen tagesklinisch oder stationär behandelt werden. Zur Behandlung erarbeiten wir mit Ihnen ein individuelles Vorgehen, einen Behandlungsplan. Wir helfen Ihnen, Zwänge schrittweise abzubauen, die Bedeutung der Krankheit und deren Entwicklung in Ihrer Lebensgeschichte besser verstehen zu können und Alternativen zu entwickeln. Wir setzen dazu leitliniengerecht kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen in Einzel- und Gruppentherapien sowie individuell abgestimmte medikamentöse Behandlungsstrategien ein, die in ein tiefenpsychologisches Grundverständnis eingebettet sind. Nach entsprechender Vorbereitung führen wir mit Ihnen therapeutisch begleitete Konfrontationsübungen durch, wenn möglich  im häuslichen Umfeld. Dieses Behandlungselement hat sich bei der Behandlung von Zwangserkrankungen nachweislich als besonders wirksam erwiesen. Die Betroffenen lernen dabei schrittweise, belastende Situationen wieder ohne die Ausführung von Zwängen zu bewältigen. Da das Umfeld häufig von der Zwangserkrankung mit betroffen ist, bieten wir Angehörigengespräche an. Diese helfen, die Auswirkungen auf das  Lebensumfeld einzuschätzen, Angehörige über das Krankheitsbild zu informieren und hilfreiche Maßnahmen für den gemeinsamen Alltag zu planen.

 
Weitere Informationen

Sekretariat der Psychosomatischen Ambulanz
Montag bis Donnerstag
7.45-16.15 Uhr
Freitag 8.00-14.00 Uhr
Telefon: 09131 85-34899
E-Mail: psychosomatikatuk-erlangen.de

Sprechstunde für Zwangsstörungen

 
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Zusammenfassung