Veranstaltungsarchiv

Psychosomatik

Leiterin:
Prof. Dr. (TR) Yesim Erim

Ein Blick zurück...

Psychosomatische Fortbildungsveranstaltungen

Psychotherapeutische Beziehungen

Die Psychotherapieforschung zeigt in übergroßer Deutlichkeit nicht nur die Bedeutung der therapeutischen Beziehungsgestaltung, sondern auch den wichtigen Einfluss der Person des Therapeuten.

Same same but different: die kultursensible Therapiebeziehung (Dr. phil. Birsen Kahraman, München)

Die Psychotherapie mit Klienten anderer kultureller Herkunft scheitert häufig schon zu Beginn am Beziehungsaufbau: Therapeut und Klient klagen dann häufig gleichermaßen über "Fremdheitsgefühle" und fehlendes Verständnis - selbst, wenn sie sich in der gleichen Sprache unterhalten. Stammen Kient und Therapeut aus unterschiedlichen Kulturen, haben sie potenziell verschiedene(re) Ansichten über persönliche Probleme, soziale Konflikte oder Lebensziele. Wenn sich dazu noch Symptom- und Krankheitsverständnis, gegenseitige Rollenerwartungen und folglich die erwarteten Hilfsangebote und Interventionen in der Therapie unterscheiden, kann die anfängliche neutrale "Fremdheit" auf beiden Sieten zu wiederholten Missverständnissen und Enttäuschungen bis hin zum Kontaktabbruch führen.

Anhand einer qualitativen Studie, in der türkisch-stämmige Klienten und ihre Therapeuten zu Besonderheiten ihrer interkulturellen Therapiebeziehung befragt wurden, und weiterer Fallbeispiele aus der Praxis werden zum einen mögliche Störungen der Therapiebeziehung veranschaulicht und zum anderen Beispiele herausgehoben, die Hinweise bieten, wie die therapeutische Zusammenarbeit im transkulturellen Raum erfolreich funktionieren kann.

Dr. phil. Birsen Kahraman ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Supervisorin. Sie arbeitete 2000 bis 2008 beim Psychologischen Dienst für Migranten und für Refugio in München, heute ist sie in einer eigenen Praxis tätig.
Schwerpunkte: Sprach- und Kulturverschiedenheit in der Therapie, transkulturelle therapeutische Kompetenz, Therapie von Traumatisierten, interkulturelle Öffnung von Regeldiensten und Ausbildungsinstituten

Der ausreichend gute Psychotherapeut: Charakteristika von Psychotherapeuten und der psychotherapeutischen Beziehung (PD Dr. med. Wolfgang Wöller, Bad Honnef)

Die Psychotherapieforschung zeigt in übergroßer Deutlichkeit nicht nur die Bedeutung der therapeutischen Beziehungsgestaltung, sondern auch den wichtigen Einfluss der Person des Therapeuten. Beide Faktoren erklären einen wesentlichen Teil der Varianz des Therapieerfolgs, weit mehr als die Psychotherapietechnik. Erfolgreiche Therapeuten unterscheiden sich von weniger erfolgreichen Therapeuten vor allem durch ihre Responsivität und Flexibilität sowie durch ihre Fähigkeit, Brüche der therapeutischen Allianz zu erkennen und zu reparieren. Ebenso wichtig ist ihre Bereitschaft, auch kritische Rückmeldungen von Patienten konstruktiv für den weiteren therapeutischen Prozess zu nutzen. Die Implikationen dieser empirischen Befunde für die inhaltliche Gestaltung der Psychotherapieausbildung werden diskutiert.

PD Dr. med. Wolfgang Wöller ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für Neurologie und Psychiatrie, zudem ist er Psychoanalytiker (DGPT, DPG) und Lehranalytiker. PD Wöller ist als EMDR-Supervisor und als Dozent an der Universität Düsseldorf tätig. Als Ärztlicher Direktor leitet er die Rhein-Klinik in Bad Honnef. Er veröffentlichte Publikationen zu Traumafolgestörungen, Persönlichkeitsstörungen sowie zur psychodynamischen Behandlungstechnik.  

Datum

Datum: 20.01.2016
Uhrzeit: 17.00 - 19.15 Uhr

Raum

Ernst-Freiberger-sen.-Hörsaal in den Kopfkliniken

Adresse

Schwabachanlage 6, 91054 Erlangen

Zielgruppe

  • Ärzte
  • Medizinisches Fachpersonal
  • Wissenschaftler

Fortbildungspunkte

3

zurück zu Veranstaltungen
 

Veranstaltungskalender

MoDiMiDoFrSaSo
29 30 01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 01 02

Veranstaltungssuche